Anerkennung der Kurdischen Identität

Gleiche Pflichten. Gleiche Rechte.

Thursday, Apr 26th

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Kleine Anfrage der Abgeordneten Cansu Özdemir

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Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Cansu Özdemir (DIE LINKE)

Betr: Hamburgerinnen und Hamburger kurdischer Herkunft

Kurdinnen und Kurden sind in der Bundesrepublik Deutschland nicht als eigenständige MigrantInnengruppe anerkannt. Die Bundesregierung geht von einer geschätzten Anzahl von ca. 800 000 in Deutschland lebenden Kurdinnen und Kurden aus.

Entsprechend ihrer Herkunftsstaaten gelten sie i.d.R. als türkische, syrische, iranische oder irakische Staatsangehörige bzw. deutsche Staatsangehörige. Analog zu der Forderung der kurdischen Bevölkerung in diesen Staaten (insbesondere in der Türkei und Syrien) nach Anerkennung der kurdischen Identität mehren sich auch in der Bundesrepublik Stimmen, die eine Gleichstellung der hier lebenden Kurdinnen und Kurden mit anderen MigrantInnengruppen fordern.Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:

 

  1. Wie viele Menschen kurdischer Herkunft leben in Hamburg und wie wird ihre Anzahl ermittelt?
  2. Laut BT-Drucksache 17/4727 wird in Hamburg Kurdisch als muttersprachlicher Unterricht finanziert aus dem Landeshaushalt an vier Standorten und in acht Lerngruppen angeboten. Es gebe fünf unterrichtende Lehrkräfte und 97 teilnehmende Schülerinnen und Schüler.
    • a. An welchen Hamburger Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen wird kurdischsprachiger Ergänzungsunterricht durchgeführt? – Bitte aufschlüsseln nach Stundenanzahl pro Woche und kurdischen Dialekten.
    • b. Wie kommen die Angebote an muttersprachlichem Ergänzungsunterricht zustande?
    • c. Nach welchen Kriterien erfolgt die Vergütung der Lehrkräfte?
  3. Inwieweit werden mehrsprachig verbreitete Informationsschriften, Formulare etc. von Einrichtungen der FHH auch in kurdischer Sprache verfasst?
  4. Gibt es in Hamburg speziell auf Kurdinnen und Kurden ausgerichtete Hilfestellungen zur Erleichterung der Integration? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?
  5. Welche kurdischen und prokurdischen Vereine und Einrichtungen werden anhand welcher Kriterien auf welcher Rechtsgrundlage aus welchen Haushaltstiteln in welcher Höhe (Euro) durch Mittel der FHH gefördert? Wenn keine, warum nicht?

 

Hamburgerinnen und Hamburger kurdischer Herkunft

 

 

 

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